Anthropologische
Gesellschaft in Wien
Burgring 7
A-1010 Wien
Österreich

Sekretariat:
ag@nhm-wien.ac.at


Band 145 der MAGW mit dem Schwerpunktthema "Symbole und Rituale" erschien im Dezember 2015.  Bitte Bild anklicken für weitere Infos.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Band 144 der MAGW mit dem Schwerpunktthema "Der arbeitende Mensch" erschien am 9. Dezember 2014!  Bitte Bild anklicken für weitere Infos.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Band 143 der Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft
in Wien (MAGW, Band CXLIII) "Verwundung und Heilung"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Band 142 der Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft
in Wien (MAGW, Band CXLII) "Bewegung - Fortbewegung"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Band 141 der Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft
in Wien (MAGW, Band CXLI) "Universalia humana et cultura" (Festband Karl R. Wernhart)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktuelle Buchtipps:

 

 

Vortragsprogramm für das Sommersemester 2019

 

9. Oktober 2019:

Vortrag von

Univ.Prof. Walter Parson, PhD (Institut für Gerichtliche Medizin der Medizinischen Universität Innsbruck (GMI)

„Irgendwann kommt alles ans Licht"

(18.30 Uhr im Kinosaal des NHMW)

Der Molekularbiologe Walter Parson ist ein international gefragter Forensiker und Experte für DNA-Analysen. Als Leiter des Hochdurchsatz-DNA-Labors und des Forschungsbereiches Forensische Genomik am Institut für Gerichtsmedizin der medizinischen Universität Innsbruck und am Penn State Eberly College of Science (Pennsylvania, USA) tätiger Wissenschaftler hat er nicht nur zur Lösung vieler aktueller Fälle beigetragen (z.B. der Identifikation der Tsunami-Opfer aus Sri Lanka oder der Opfer des Pinochet-Regimes), sondern auch hochspannende historische Ereignisse abgeklärt. Im Vortrag werden einige der spektakulärsten Fälle vorgestellt, darunter etwa die Identifikation der vermissten Zaren-Kinder Romanov sowie das Rätsel um die Schädelreste von Friedrich Schiller oder auch Wolfgang Amadeus Mozart. Faszinierend ist auch die Entdeckung von 19 (lebenden) Tirolern, die mit dem in den Ötztaler Alpen entdeckten „Ötzi“ verwandt sind.

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20. November 2019:

 Vortrag von

 Univ.Prof. Dr. Ulrich Kutschera (Lehrstuhl für Pflanzenphysiologie & Lehrgebiet Evolutionsbiologie, Institut für Biologie, Universität Kassel)

 „Das Gender-Paradoxon. Mann und Frau als evolvierte Menschentypen"

 

(18.30 Uhr im Kurssaal des NHMW)

Der Vortrag versucht in bewusst konterkarierenden Weise ideologische Zugänge zu Sex und Gender aus der Perspektive eines Evolutionsbiologen zu interpretieren. Die dem sozialwissenschaftlichen mainstream durchaus kontrovers entgegen stehenden Zugänge werden dargelegt und gängige Deutungshoheiten kritisch hinterfragt. Der Autor legt dar, dass Gender Mainstreaming bzw. die soziologischen Gender Studies u.a. auf die Ansätze des US-Erziehers John Money zurückführbar sind. Dieser Moneyismus wird den Erkenntnissen der Geschlechtergerechten Biomedizin gegenübergestellt, die auf den evolutionär herausgebildeten Unterschieden zwischen Mann und Frau basiert und zur Etablierung eines neuen Ganzkörper XY- bzw. XX-Menschenbildes geführt hat. Der Vortrag ist ein Beitrag zu einer auf mehreren Seiten sensiblen, hochemotional und zum Teil radikal geführten Diskussion und soll wieder zu einer Versachlichung führen.

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16. Dezember 2019:

Traditioneller Weihnachtsempfang für AG-Mitglieder

 Führung durch die aktuelle Sonderausstellung des NHM

"Der Mond. Sehnsucht, Kunst und Wissenschaft"

danach Weihnachtsempfang in der Kuppelhalle des NHM

 (18.30 Uhr; nur für Mitglieder und geladene Gäste)

Präsentation des Jahresbandes 2019 (Band 149) der Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien zum Thema "Homo Ludens – Der spielende Mensch"

 

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15. od. 22. Jänner 2020:

Vortrag von

Prof. Dr. Carola Metzner-Nebelsick (Lehrstuhl für Vor- und Frühgeschichte, Ludwig-Maximilians-Universität München)

„Eisenzeitliche Goldfunde"

Details zum Vortrag werden noch bekannt gegeben.

 (18.30 Uhr im Kurssaal des NHMW)

 

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Jahresband 2018: ein Schwerpunktband zum Thema:

"Bewaffnete Konflikte - Ersehnter Friede"

Der Themenband der "Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien" (Band 148),

hrsg. v. Karina Grömer u. Hermann Mückler

 

 

 

Der Anlass ist das Jahr 2018. Mittelpunkt des Gedenkjahres ist das Ende des Ersten Weltkriegs. Doch auch das "Anschluss"-Jahr 1938, sowie der Dreißigjährige Krieg 1618 bis 1648 können als Bezugsjahre herangezogen werden. Und noch von einer anderen Seite her kann man das Gedenkjahr beleuchten: 1948 wurde die Deklaration der Menschenrechte bzw. die UN-Menschenrechtscharta verabschiedet. Die Anthropologische Gesellschaft in Wien nahm diese und weitere Ereignisse zum Anlass, beginnend mit der frühesten Menschheitsgeschichte, grundsätzlich über Frieden und bewaffnete Konflikte zu reflektieren. In diesem Edited Volume, dem Jahresband der Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, werden verschiedene Aspekte rund um das Thema Krieg und Frieden von in- und ausländischen Expertinnen und Experten in 21 Beiträgen aus dem Blickwinkel der Archäologie, Physischen Anthropologie, Volkskunde sowie Kultur- und Sozialanthropologie beleuchtet.

Verlag der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, Wien, 2018, 364 S., zahlr. Abbildungen, Karten u. Tabellen, 1. Auflage, Preis 45,00 Euro (für Mitglieder 23.00 Euro), ISSN 0373-5656.

 

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Ebenfalls weiter erhältlich:

 Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien (MAGW), Band 147 mit dem Generalthema "Ernährung und Esskultur"

 Verlag der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, Wien 2017, 298 S., zahlreiche farbige Abbild., broschiert, ISSN: 0373-5656, Preis: 38,00 Euro; für Mitglieder: 19,00 Euro.

 

Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien (MAGW), Band 146 mit dem Generalthema "Wohnen und Wohnraum"

 Verlag der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, Wien 2016, 298 S., zahlreiche farbige Abbild., broschiert, ISSN: 0373-5656, Preis: 38,00 Euro; für Mitglieder: 19,00 Euro.

 

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Rückschau:

 

19. Juni 2019:

In der Reihe „Stadtspaziergänge“ fand diesmal eine Führung ins Wiener Burgtheater statt.

Unter der Führung von Mag. Bettina Müller (NHM, Wien) wurden ansonsten nicht zugängliche Teile dieses berühmten Theaters entdeckt:

„Hinter den Kulissen des Burgtheaters – von der Hebebühne zum Schnürboden…“

 

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JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG und FESTVORTRAG

22. Mai 2019:

Ausschusssitzung, 16h30; Jahreshauptversammlung, 17h30

anschließend der Festvortrag um 18.30 s.t. im Kinosaal des NHMW:

 

Dr. Sabine Eggers (Naturhistorisches Museum Wien, Anthropologische Abteilung)

 

„Prä-Kolumbianisches Südamerika: wie es leibt und lebt“

Ruinen von Pyramiden an der Westküste Südamerikas weisen auf große und komplexe Bevölkerungsstrukturen schon vor etwa 5.000 Jahren hin. Gab es solche monumentalen Bauten an der Atlantikküste nicht? Warum? Welche biokulturellen Faktoren können damit in Zusammenhang gebracht werden? Ernährungsweisen, Infektionskrankheiten, Krieg und Frieden waren schon immer ausschlaggebend für das Schicksal der Menschen. Wie unterscheiden sich also diese Faktoren zwischen Küstenbevölkerungen die vor Jahrtausenden im heutigen Brasilien und Peru lebten? Anhand von transdisziplinären Forschungsergebnissen an menschlichen Skeletten werden die damaligen Lebensweisen rekonstruiert und verglichen und an einzelnen Beispielen diskutiert.

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10. April 2019

 

 

Nach einem spannenden und inspirierenden Vortrag: die Kultur- und Sozialanthropologin Dr. Gabriele Weichart, zusammen mit den AG-Vorstandsmitgliedern Anton Kern, Karina Grömer und Hermann Mückler
 

 Dr. Gabriele Weichart (Uni Wien)

„Vom Katastrophenschauplatz zur Tourismusdestination am Beispiel von Indonesien“

18h30, Kurssaal – NHMW

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20. März 2019:

Dr. Franz Pieler und Dr. Andreas Kusternig (Amt NÖ Landesregierung und MAMUZ):

„Archäologie und Geschichte im ehemaligen OFLAG XVIIA Edelbach.  Spuren des Alltags zwischen „Lageruniversität“ und Widerstand“

18h30, Kurssaal – NHMW

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23. Januar 2019, 18.30 Uhr, Kurssaal - NHM von

 Univ.-Doz. Dr. Estella Weiss-Krejci (ÖAW)

zum Thema

Der politische Totenkult von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. 

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17. Dezember 2018, 19.00 Uhr, NHM:

Weihnachtsempfang für Mitglieder (Begleitprogramm: Führung durch die Kriegsausstellung)

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28. November 2018, 18.30 Uhr, Vortrag, Kinosaal – NHM

 

Ass.Prof. Dr. Alexandra Krenn-Leeb (Institut für Urgeschichte und Historische Archäologie,Uni Wien)

 

Konflikte und rituelle Gewalt – Beispiele vom Neolithikum bis zur Bronzezeit.

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17. Oktober 2018, 18.30 Uhr, Vortrag, Kurssaal - NHM

Dr. Mercedes Okumura (Institute of Biosciences/University of São Paulo)

 

Human trophy heads: entangling bio-archaeological practice and postcolonial critique.

 

The trade of trophy heads from several parts of the world (including Borneo, New Guinea, and Brazil) to museums and private collections was a widespread practice during the Colonial era. The talk will present how the integration of bioarchaeological approaches with postcolonial studies can be used to explore several issues including trade, manufacture, and forgery of such items.

 

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25. Oktober 2018, 9.00-13.00 Uhr, Symposium, Kinosaal - NHM

 

Gelebte Interdisziplinarität: Robert von Heine-Geldern. Leben und Werk.

 

Genaue Details zum Symposium, welches anläßlich des 50. Todestages des Ethnologen, Archäologen und Linguisten Robert von Heine-Geldern an dessen Leben und Wirken erinnern soll, werden in Kürze bekannt gegeben. Eine gemeinsame Veranstaltung des Instituts für Sozialanthropologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, des Instituts für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien sowie der Anthropologischen Gesellschaft in Wien

 

Für das detaillierte Programm bitte auf das Bild klicken!

 

 

Mittwoch 20. Juni 2018, 16.00 (!) Uhr,

Treffpunkt: U1 Station Stephansplatz, 16.00 Uhr, Eingang zur Virgil-Kapelle

 Kuratorenführung Virgilkapelle im Rahmen der Reihe "Stadtspaziergänge"

Dr. Michaela Kronberger (Wienmuseum)

Die Neugestaltung der Virgil-Kapelle

 

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 Mittwoch 18. April 2018, 17.30 Uhr, Kinosaal - NHMW

 

 Jahreshauptversammlung der Anthropologischen Gesellschaft in Wien

  Im Anschluss daran um 18.30 Uhr, Kinosaal - NHMW:

 ao.Univ.Prof. Dr. Alexandra Krenn-Leeb (Univ. Wien)

 "Feuer & Flamme" - "Schutt & Asche": Spurensicherung zum brandgefährlichen Alltag der Kupferzeit vor 5000 Jahren

 

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Mittwoch 23. Mai 2018, 18.30 Uhr, Kurssaal - NHM

 

Dr. Konstantina Saliari (NHMW)

 

Archäozoologie im Grenzbereich: Analyse und Interpretation der Tierknochen der frühmittelalterlichen Burg „Sand an der Thaya“ (Waldviertel)

 

Tierreste sind eine der häufigsten Fundgattung bei Ausgrabungen, aber ihr Potential für die archäologische Interpretation wird oft nicht ausgeschöpft. In diesem Vortrag wird die Analyse der Tierknochen aus der frühmittelalterlichen Burg „Sand an der Thaya“ als Fallstudie präsentiert. Es werden die wichtigsten Schritte der archäozoologischen Untersuchungsmethoden gezeigt und der wertvolle archäozoologische Beitrag zur archäologischen Interpretation darzustellen. Die Burg Sand war eine befestigte Siedlung in einem bewaldeten Gebiet an einer Flussschlinge der Deutschen Thaya im nördlichen Waldviertel (Niederösterreich). Diese Siedlung wurde um 930 AD gegründet und bereits in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts zerstört. Ein wesentlicher Teil der Anlage wurde in zahlreichen Forschungsgrabungen freigelegt. Insgesamt wurden mehr als 9500 Tierknochen dokumentiert, bestimmt und untersucht. Die Ergebnisse der archäozoologischen Analyse zeigen, dass Sand in dieser Periode und Region eine große Ausnahme darstellt. Die Zusammensetzung des Materials zeigt mit fast 45% einen sehr hohen Anteil an Wildtieren. Das Schlachtalter und die Geschlechtsverteilung bei den Haustieren sprechen für Versorgung von außen, im Speziellen eine auf Raub basierende Ökonomie. Die archäozoologischen Daten werden mit den archäologischen Funden und Befunden in ihrem historischen Kontext interpretiert und geben einzigartige Einblicke in diesen nur wenig dokumentierten Zeitabschnitt.

 

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12. - 20. Mai 2018 - Frühsommerexkursion der ÖGUF, Archäologische-Historische Studienreise mit der Gesellschaft der Freunde Carnuntums

 

 

Andalusien - Schmeztiegel der Kulturen

 

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24. Januar 2018, 18.30 Uhr, Kinosaal - NHM

Dr Katharina Rebay-Salisbury (ÖAW)

Mutterschaft im bronze- und eisenzeitlichen Mitteleuropa

Mutterschaft ist sowohl ein soziales, als auch ein biologisches Phänomen. Obwohl der Reproduktionsprozess ein fundamentales Phänomen ist, wissen wir bislang wenig über Mutterschaft, Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit in prähistorischen Gesellschaften, etwa auch wie Babys und Kleinkinder behandelt wurden und welchen Einfluss Mutterschaft auf den gesellschaftlichen Stand der Frauen hatte. Unter Einbindung paläopathologischer, histologischer, bio-chemischer und molekularbiologischer Methoden werden die damit verbundenen körperlichen Prozesse und Spuren im menschlichen Skelett erforscht und dem archäologischen Befund gegenübergestellt. Auf diese Weise werden  Zusammenhänge zwischen dem sozialen und reproduktiven Status prähistorischer Frauen untersucht und gesellschaftliche Reaktionen auf Schwangerschaft, Geburt und Tod im Kindbett gezielt analysiert. Ergebnisse unserer Fallstudien aus Niederösterreich werden im Kontext des bronze- und eisenzeitlichen Mitteleuropas diskutiert.

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22. November, 18.30 Uhr, HS A - Institut für Kultur- und Sozialanthropologie/NIG

Univ.-Doz. Dr. Helmut Lukas und Mag. Khaled Hakami (ÖAW und Univ. Wien)

War Ödipus ein Wiener? Sigmund Freud versus Bronislaw Malinowski

 

Für die Schule Freuds war das Verhältnis von Vater, Mutter und Kind, wie im 'Ödipalen Dreieck' ausgedrückt, der Schlüssel zur gesamten Psychoanalyse. Der Ethnologe Bronislaw Malinowski hingegen war der Überzeugung, dass Freud sich grundlegend irrte. Obwohl ihre Auseinandersetzung heute großteils in Vergessenheit geraten ist, kann das Thema kaum aus der Mode kommen. Denn die beiden Forscher diskutierten in Wirklichkeit nicht über Ödipus, sondern über das Wesen menschlicher Interaktion, über Kultur. Zwar gab es schon damals einen knappen Sieger, dieser verlor am Ende aber doch. Gespielt und erklärt von Khaled Hakami (Freud) und Helmut Lukas (Malinowski). 

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11. Dezember, 19.00 Uhr:

 Weihnachtsempfang (Begleitprogramm: Ausstellung über "Katze und Hund")

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11. Oktober, 18.30 Uhr, Kinosaal - NHM

o. Univ.-Prof. Dr. Otto Urban (Univ. Wien und ÖAW)

Facetten der Geschichte des Urgeschichtlichen Instituts der Universität Wien

Die Ansprüche und der Pulsschlag unserer Zeit äußern sich zuweilen in erstaunlich leichtfertigen Urteilen." (Moritz Hoernes im Vorwort seiner "Urgeschichte der bildenden Kunst in Europa", Wien 1915) . Im Zuge der Ausführungen sollen Einzelthemen der rund einhundert jährigen  Institutsgeschichte diskutiert und an Hand konkreter Dokumente und Schriften besprochen werden; diese betreffen namentlich die Professoren  Moritz Hoernes, Oswald Menghin und Richard Pittioni. Besonders auch der Neuaufbau und die Entpolitisierung des Instituts unter Pittioni nach 1945 und die Etablierung der Frühgeschichte sollen abschließend das Werden des Faches im Rahmen der anthropologischen Disziplinen darstellen.

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Die diesjährige ÖGUF-/AG-Studienexkursion fand in der Zeit von 25.-28. Mai 2017  statt und führt in die Ostslowakei.

Reiseleitung: Ass.-Prof. Mag. Dr. Alexandra Krenn-Leeb (ÖGUF).

 Die Exkursion widmete sich der hierzulande wenig bekannten und oft unterschätzten Region „Ostslowakei“ (u. a. Košice, Zemplin, Tokaj [Weinregion!] mit Besichtigung von Museen, Burgen, romanischen Kirchenbauten , Obsidianlagerstätte etc.)!

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21. Juni: Führung Hinter den Kulissen des Stephansdoms durch den Sakristeidirektor Georg Redja und Dompfarrer Mag. Toni Faber. Achtung: Beginn: 15.30 Uhr. Treffpunkt beim Seiteneingang des Stephansdoms.

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Stein der Erinnerung für Marianne Schmidl. 15. Juni 2017; 16.00 Uhr; Treffpunkt: 1180 Wien., Linnépark

 

Am 15. Juni wurde ein "Stein der Erinnerung" für die im Holocaust ermordete Wiener Ethnologin Marianne Schmidl an ihrem letzten Wohnort (19. Eichendorffgasse 7, 2) enthüllt.

 

Marianne Schmidl (1890-1942) war von 1914 bis 1934 nachgewiesenermaßen, vermutlich aber bis zu ihrem Tod 1942 Mitglied der Anthropologischen Gesellschaft in Wien. Sie war mit ihrer Dissertationsschrift Zahlen und Zählen in Afrika, die sie 1915 an der Universität Wien einreichte, die erste Frau Österreichs, die im Fach Völkerkunde promovierte. Diese Dissertation wurde in den Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft, Band 45, 1915, S. 166-209 veröffentlicht. In den Folgejahren war Marianne Schmidl zunächst in Berlin, dann in Stuttgart am Völkerkundemuseum tätig. 1921 nahm sie eine Tätigkeit an der Österreichischen Nationalbibliothek an, wobei sie ihren völkerkundlichen Studien nach wie vor nachging. Anfang der 1930er Jahre war sie Mitbegründerin der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Afrikanische Kulturgeschichte. 1938 wurde sie aufgrund der Nürnberger Gesetze aus dem Bibliotheksdienst entlassen. Am 9. April 1942 wurde sie vom Wiener Aspangbahnhof aus deportiert und in Izbica oder den Vernichtungslagern Belzec bzw. Sobibor ermordet. Der letzte von ihr veröffentlichte Aufsatz, Die Grundlagen der Nilotenkultur, erschien ebenfalls in den Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien. Band 65, 1935, S. 86–125.

Die Anthropologische Gesellschaft in Wien hat sich daran beteiligt, zusammen mit dem Institut für Sozialanthropologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften sowie dem Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien den Gedenkstein zu finanzieren, um damit das Andenken an Marianne Schmidl aufrecht zu erhalten.

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26. April: Jahreshauptversammlung

um 17.30 Uhr im Kinosaal des NHM (davor, um 16.30 Uhr ist die Ausschussitzung)
            Anschließend um 18.30 Uhr Vortrag von
             

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Univ.-Prof. Dr. Andre Gingrich (Univ. Wien/Institut für Sozialanthropologie der ÖAW)

"Asiens Städte um 1200: Einsichten und Theorien aus Sicht der historischen und komparativen Anthropologie"

 

Max Webers These vom "Sonderweg Europas", der durch den freien Rechtsstatus bestimmter Stadtformen ermoeglicht worden sei, hat der historischen Stadtforschung in Asien lange Zeit einen scheinbar sicheren Rahmen vorgegeben. Die dadurch verstaerkte Hinwendung zu kleinraeumigeren, historisch-empirischen Aufarbeitungen hat in der Zwischenzeit aber eine Fuelle neuer Einsichten durch regionale Philologien, archaeologische Forschungen und historische Anthropologie erbracht. Diese Einsichten tendieren dazu, dass die Weber'schen Praemissen zumindest etwas relativiert werden. Aus Sicht einer historischen und komparativen Anthropologie geht dieser Vortrag daher einigen zentralen Fragen nach: Ueberhoehte Max Weber etwa die welthistorische Geltung der fruehmodernen europaeischen Stadt? Sollten wir heutige Konzepte zu eurasiatischen Staedten der spaeten Vormoderne nicht sehr viel expliziter als bisher diversifizieren? Was bedeutet "Globalgeschichte", und was "multiple Weltgeschichte" fuer Europa und Asien zwischen 500 und 1000.

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15. März 2017, Ort: Institut für Urgeschichte und Historische Archäologie, Franz-Klein-Gasse 1, 1190 Wien, 3. Stock, Hörsaal 7

Mag. Henrik Pohl (NHM, Wien):

 "Neueste Forschungsergebnisse aus der Pfahlbauforschung: die Unterwassergräber"

(Gemeinsamer Vortrag der Anthropologischen Gesellschaft und der Österreichischen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte ÖGUF)

Henrik Pohl ist Experte für Unterwasserarchäologie und hauptsächlich im Bereich Schiffsarchäologie sowie Siedlungsarchäologie tätig, Seine Forschungen führten ihn u.a. mehrere Jahre lang in den Golf von Begalen. Seit 2013 ist er als Site Manager des Kuratoriums Pfahlbauten in Oberösterreich tätig. Der Vortrag beleuchtet neueste Erkenntnisse und Forschungen zu alten Seeufersiedlungen. Dazu zählen insbesondere erste Ergebnisse der unterwasserarchäologischen Ausgrabungen im Attersee der Jahre 2015 und 2016, die in diesem Vortrag erstmals ausführlich dargestellt werden.

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 18. Jänner 2017, im Kinosaal des NHM, Burgring 7, 1010 Wien
Dr. Albert Zink (Bozen): 

"Der Fall Ötzi - Neue bioarchäologische Einblicke in das Leben und Sterben des Gletschermannes".

 

Sowohl die Umstände der Auffindung, als auch die schrittweise herausgefundenen Details zum "Ötzi" haben weltweit für Aufsehen gesorgt. Zwischenzeitig gibt es einige neue und entscheidende Erkenntnisse zum Leben und Sterben des Mannes aus dem Gletscher, die einige bisher vertretene Ansichten deutlich ergänzen und in Teilbereichen sogar revidieren. Dr. Zink, Leiter des Instituts für Mumien und den Iceman ist Experte für biologische und biomolekulare Anthropologie, Nanotechnologie, Paläopathologie sowie Paläoepidemologie. Er gibt in seinem Vortrag einen Einblick in die neuesten wissenschaftlichen Erkenntisse sowie die Methoden, die zu diesem Erkenntnisgewinn geführt haben.

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19. Dezember 2016
Weihnachtsfeier der Anthropologischen Gesellschaft
(Mit einer Sonderführung durch die Sonderausstellung "Wie alles begann")

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16. November (Kurssaal des NHM, Burgring 7, 1010 Wien), 18.00 Uhr
HR Dr. Anton Kern (Wien):

"170 Jahre Gräberfelder Hallstatt".

 Das Gräberfeld Hallstatts ist eine der bedeutendsten Begräbnisstätten der Alten Welt. In der ersten Hälfte des letzten vorchristlichen Jahrtausends wurden hier gut 2000 Menschen bestattet. Der Reichtum ihrer Beigaben veranlaßte den schwedischen Archäologen Hans Hildebrand 1874 auf einem internationalen Kongress in Stockholm, diesen Fundort zur Charakterisierung der Älteren Eisenzeit Mitteleuropas heranzuziehen. Seit damals ist "Hallstattkultur" ein fest umrissener Begriff der prähistorischen Forschung geworden. Man versteht darunter die materielle Kultur im Umfeld der Alpen vom 8. bis zum 5. Jh. v. Chr. Im Jahre 1846 erkannte der damalige Bergmeister des Salzbergwerkes, Johann Georg Ramsauer, den Friedhofscharakter des Gräberfeldes. Bis 1863 hat er dann 980 Gräber freigelegt. Die Funde aus den Grabungen Ramsauers werden heute im berühmten Welterbe-Museum Hallstatt gezeigt. Die ersten Gräber wurden im Jahre 1846 anläßlich der Schottergewinnung entdeckt. Menschliche Knochen und antike Gegenstände kamen zum Vorschein.. Bei vorsichtigem Weitergraben wurden dann die ersten sieben Skelette freigelegt und dadurch erkannt, daß es sich um einen größeren Begräbnisplatz handelte. Bei Anlage des Fahrweges wurde ein weiterer Teil des großen Gräberfeldes entdeckt. Er wurde 1937 bis 1939 von Friedrich Morton, dem langjährigen, hochverdienten Kustos des Hallstätter Museums, freigelegt. Die letzten Jahrzezhnte der Grabungen führten zu spektuakulräen Funden. Unter der Ägide von HR Dr. Anton Kern wurden dem Hallstätter Gräberfeld zahlreiche Geheimnisse entrissen und dem Wissen über die Lebensweise zur "Hallstattzeit" substantielle neue und überraschende Kenntnisse hinzugefügt.


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19. Oktober (Kurssaal des NHM, Burgring 7, 1010 Wien), 18.00 Uhr
In der Reihe "Vorträge vom Nachwuchs"
Mag. Elisabeth Huber (Wien): "Umweltbezogene Werthaltungen, ökonomische Zwänge und gesellschaftliche Verpflichtungen in westafrikanischen Städten".
(Ergebnisse von mehreren Forschungsaufenthalten in Mali und Burkina Faso).

Immer mehr Menschen in Westafrika leben nicht mehr vom Ackerbau oder von der Viehzucht, sondern von informeller und schlecht bezahlter Erwerbsarbeit in den Städten. Für die Familien geht das Leben in der Stadt mit zahlreichen Veränderungen und neuen Herausforderungen einher. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob einer intakten Umwelt in den Großstädten noch Wert beigemessen wird. Führen der kulturelle Wandel, die unsicheren Wohnverhältnisse und die steigenden Lebenshaltungskosten dazu, dass nicht der Umweltschutz, sondern andere Bedürfnisse vorrangig berücksichtigt werden? Am Beispiel der Abfall- und Abwasserentsorgung in Bamako und Ouagadougou werden diese Fragen beantwortet. Die Interdependenzen zwischen den gesetzlichen Umweltvorschriften, den gesellschaftlichen Normen, dem Umweltbewußtsein und den tatsächlichen Handlungsmöglichkeiten der Menschen werden hierbei aufgezeigt.

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15. Juni 2016

Buchpräsentation: „Mensch(en) werden“

Ein Führer durch die Anthropologische Schausammlung

Maria Teschler-Nicola & Katarina Matiasek

Mittwoch, dem 15.6.2016, 18:30, Vortragssaal, NHM

Die Fragen »Wer sind wir?« und »Woher kommen wir?«, sowie die Erforschung der Mechanismen, welche diese Entwicklung ausgelöst oder gesteuert haben, zählen zu den faszinierenden Kernthemen der Anthropologie. Was heute als selbstverständlich gilt, nämlich das Wissen um unsere evolutionäre Vergangenheit, war noch zur Zeit Charles Darwins »Neuland« und heftig umstritten. Heute verfügen wir über etwa 4.000 fossile Funde von frühen Menschen und ihren Vorfahren. Zusätzlich ergaben molekulargenetische und isotopenanalytische Untersuchungen noch bis vor kurzem unrealistisch anmutende Neuerkenntnisse, die nun eine glaubwürdigere Rekonstruktion von Hypothesen und Denkmodellen des evolutionären Ablaufes erlauben. Dieses Buch begleitet die neue anthropologische Dauerausstellung »Mensch(en) werden«. Es folgt dem inhaltlichen Konzept und der modulartigen Erzählform, wurde aber mit zusätzlichen, weiterführenden Informationen und aktuellen Forschungsergebnissen bereichert.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Naturhistorischen Museums, der Anthropologischen Gesellschaft und der Freunde des Naturhistorischen Museums

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22. Juni 2016

Führung mit Vortrag  von Univ.Prof. Dr. Walter Sauer, Institut für Afrikanistik, Universität Wien, zum Thema

"Führung durch das afrikanische Wien (Teil 2)"

Treffpunkt um 17.00 Uhr vor dem Haupteingang des Naturhistorischen Museums Wien (NHM), 1010 Wien, Maria-Theresien-Platz; Unkostenbeitrag: freiwillige Spende

 

Prof. Dr. Walter Sauer, Autor des kürzlich erschienen Buches „Expeditionen ins Afrikanische Österreich", wird uns durch das „Afrikanische Wien" geleiten und uns dabei mit „sehenswerten", oft versteckten Spuren der Repräsentationen von Afrika oder von Afrikaner/innen im öffentlichen Raum vertraut machen. Dabei werden  überraschende, vielfältige Facetten österreichischer Geschichte und Gegenwart freigelegt. Die Etappen dieser „Reiseroute" sind durch materielle Objekte wie Kirchen, Museen, Denkmäler aber auch Straßenschilder – also „tangible heritage" in der Terminologie der UNESCO - definiert. An diesen Stationen spiegeln sich Geschichten über Sklaverei und Kolonialismus, Mission und Entwicklungszusammenarbeit, Solidarität und Integration wider.

 

Begleitend dazu sei auf das oben erwähnte aktuelle Buch von Walter Sauer verwiesen: "Expeditionen ins afrikanische Österreich. Ein Reisekaleidoskop". Warum Eisenstadt in Karl Mays "Sklavenkarawane" vorkommt, was Salzburg mit dem südafrikanischen Burenkrieg zu tun hat oder ob der erste schwarze Sklave Österreichs tatsächlich in Kärnten lebte - derlei Fragen stellten sich dem Autor im Verlauf seiner Fahrt durch das "Afrikanische Österreich". Entstanden ist daraus ein Reiseführer der besonderen Art, der überraschende Facetten österreichischer Geschichte und Gegenwart freilegt.

Wien 2014: Mandelbaum Verlag, 480 S., Broschur, Preis 24,90 Euro, ISBN 978-385476-451-9

 

 

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Exkursionsfahrt "Pfahlbauten und mehr"

Donnerstag 2. bis Sonntag 5. Juni 2016

Für detailliertere Informationen zur Exkursion und zur Anmeldung klicken Sie bitte auf das Bild:

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Hinweis auf einen kürzlich erschienenen Artikel, der wesentliche Aspekte der Geschichte der Anthropologischen Gesellschaft in Wien beleuchtet:

 

"Anfänge der Ethnologie in der Anthropologischen Gesellschaft in Wien. Die ersten Phasen der Institutionalisierung"

von Marie-France Chevron

erschienen in der ethnologischen bzw. kultur- und sozialanthropologischen Fachzeitschrift "Anthropos", 110.2015, St. Augustin/Bonn, S. 503-514.

 

 

 

 

Mittwoch 20. April 2016

 Ausschuss-Sitzung, 16.30-17.30 Uhr; Jahreshauptversammlung, 17.30-18.30 Uhr; daran anschließend ein Vortrag von Dr. Karina Grömer, Prähistorische Abteilung, Naturhistorisches Museum Wien, zum Thema

 

"In den Fängen der Mumie - Textilforschung rund um die Salzmänner von Chehrabad im Iran"

Die Bekleidung eines etwa 400 v. Chr. durch Steinschlag zu Tode gekommenen Bergmannes gehört zum Eindruckvollsten, was die Textilforschung zu bieten hat. Der gerade einmal 16 Jahre junge Mann wurde im Salzbergwerk von Chehrabad, Iran verschüttet. Der vollständig bekleidete Tote ist heute im Archäologischen Museum Zanjan, Iran zu sehen, noch immer vollständig bekleidet mit seinem Arbeitsgewand und mit zum Zeitpunkt seines Todes noch ganz neuen Schuhen. Im Rahmen eines internationalen Forschungsprojektes der Ruhruniversität Bochum konnten im Oktober 2015 die im Museum Zanjan befindlichen Salzmumien aus der Zeit von 400 v. Chr. bis 600 n. Chr.  untersucht werden. Es handelt sich bei den Kleidungsstücken um Hosen und Kittel, die mit einer komplexen Technik hergestellt wurden. Ob sie eventuell sogar die ältesten Stücke dieser Art sind, wird derzeit geprüft.


im Kinosaal des Naturhistorischen Museums (NHM), 18.30 Uhr

 

Mittwoch, 16. März 2016

im Kurssaal des Naturhistorischen Museums (NHM), Beginn: 18.00 Uhr

Vortrag von Dr. Peter Rohrbacher, Institut für Kultur- und Sozialanthropologie, Universität Wien, zum Thema

"Pater Wilhelm Schmidt SVD im Schweizer Exil: Interaktionen mit Wehrmachtsdeserteuren und Nachrichtendiensten im Zweiten Weltkrieg (1943-1945)"

Über Pater Wilhelm Schmidt (1868–1954) liegen bekanntlich zwei umfangreiche Biographien vor. In beiden Werken ist das Kapitel über Schmidts Lebensabschnitt in der Schweizer Exilzeit verhältnismäßig „dünn“ dargestellt. Zudem vermitteln beide Autoren den Eindruck, als habe Schmidt in der Schweiz eher isoliert gelebt und sich auch kaum mit Repräsentanten seines Faches ausgetauscht. Dieser Vortrag zeichnet ein anderes Bild und stellt folgende These vor: Schmidt stand ab 1943 mit dem Schweizer militärischen Nachrichtendienst intensiv in Kontakt. Über diese Verbindung bekam er Namen von Wehrmachtsdeserteuren vermittelt. Diese jungen Männer stammten durchwegs aus dem konservativ katholischen Lager, zum Teil auch aus den ehemaligen Wehrverbänden des Dollfuss/Schuschnigg-Regimes. Im April 1944 entstand um die Person Wilhelm Bruckners eine eigene „Nachrichtengruppe“, die das Ziel verfolgte Wehrmachtsdeserteure in die Schweiz illegal einzuschleusen. Schmidt vermittelte diese Nachrichtengruppe an die britische „Special Operation Executive“ (SOE), wodurch der „österreichische Wehrverband Patria“ etabliert werden konnte. Das Geld für diese bislang wenig bekannte österreichische Widerstandsorganisation stellte großteils Schmidt zur Verfügung. Es stammte aus dem Vatikan. Schmidts Interaktionen mit Wehrmachtsdeserteuren und Nachrichtendiensten von 1943 bis Kriegsende werden mit anschaulichem Archivmaterial der SOE aus London und des Steyler Missionsordens aus Rom präsentiert.

 

 

Mittwoch, 27. Jänner 2016, 18.00 Uhr im Kurssaal des NHM:

 Hofrat Dr. Anton Kern, der Direktor der Prähistorischen Abteilung des Naturhistorischen Museums in Wien, erläutert zusammen mit Architekt DI Rudolf Lamprecht das Konzept hinter der Neueröffnung der Prähistorischen Schausäle. Vortrag und Diskussion mit dem Titel

"Das Werden einer Ausstellung: Die Neueröffnung der Prähistorischen Schausäle"

Seit der letzten Generalrenovierung der prähistorischen Dauerausstellung vor mehr als 45 Jahren hat nicht nur die Forschung wesentliche Entwicklungsschübe durchgemacht, auch Ausstellungstechnik und Sicherheitseinrichtungen bedurften einer dringenden Erneuerung. Die Sammlung der Prähistorischen Abteilung wird nun in drei großen Schausälen und zwei neuen Ausstellungskabinetten völlig neu und nach modernsten Maßstäben präsentiert. Im Goldkabinett werden neben anderen Pretiosen die Goldscheiben von Stollhof gezeigt, die zu den ältesten Goldobjekten der Welt zählen. Das neue Venuskabinett bietet den gebührenden Rahmen für die weltberühmten Steinzeitfiguren Venus von Willendorf und „Fanny“ aus Stratzing. In der Diskussion werden die Ausstellungskonzepte erläutert. DI Rudolf Lamprecht und HR Dr. Anton Kern zeigen die Entwicklung und Planung der neuen Dauerausstellung und gewähren mit Bildern des Umbaus einen Einblick in die letzten 2 Jahre dieses spannenden Unterfangens.


  

Mittwoch, 18. November 2015

 Vortrag von Hermann Mückler (Kulturanthropologe, Univ. Wien):

Walter Knoche und die vergessene chilenische Osterinsel-Expedition des Jahres 1911

Dem aus Berlin stammenden Meteorologen und Biophysiker Walter Knoche wurde  von der chilenischen Regierung 1911 die wissenschaftliche Leitung der ersten chilenischen Osterinsel-Expedition übertragen. Mit dem Schiff "General Baquedano" gelangte eine mehrköpfige wissenschaftliche Kommission auf die abgelegene polynesische Insel, die seit 188 unter chilenischer Kolonialverwaltung gestanden, jedoch bis zu der Expedition keine nähere Beachtung gefunden hatte. Knoche errichtete nicht nur eine meteorologische und seismologische Station auf der Insel, sondern führte darüber hinaus unterschiedliche, vor allem ethnologische Erhebungen durch. Der heute weitgehend unbekannte Wissenschaftler verfasste 1925 das Buch "Die Osterinsel". Da es ihm noch möglich war, die letzten beiden Osterinsulaner, die die alten Kulturtraditionen der im Aussterben begriffenen Rapanui-Kultur kannten, zu befragen, dokumentierte er Bräuche und Überlieferungen, die wenige Jahre später gänzlich verschwunden waren. Der Vortrag beleuchtet den biographischen Hintergrund von Walter Knoche, beschreibt die Osterinsel-Expedition und reflektiert deren Bedeutung für die rezente Rapa Nui-Forschung.


 Wann: am Mitwoch, den 18. November 2015, 18.00 Uhr

Wo: im Kursaal des Naturhistorischen Museums in Wien, Eingang Burgring 1, 1010 Wien

 

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Luren und irische Hörner der Bronzezeit – Sprachrohre der Götter

Joachim Schween M.A. (Archäologe)

Wann: am Mitwoch, den 30. September 2015, 18.30 Uhr

Wo: im Vortragssaal des Naturhistorischen Museums Wien, Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien

Zu den erstaunlichsten Musikinstrumenten der europäischen Bronzezeit zählen die Luren und das bronzene Irische Horn, das  nur auf den britischen Inseln gefunden wurde. Klangbeispiele zeigen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Blasinstrumente.

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 Die Anthropologische Gesellschaft war Co-Veranstalter und Mitsponsor folgender Großveranstaltung: "Conference on Hunting and Gathering Societies - CHaGS 11"
 

7. bis 11. September 2015, 
Universität Wien

Gemeinsam organisiert von: Institut für Kultur- und Sozialanthropologie, Institut für Sozialanthropologie der ÖAW, Weltmuseum Wien, und der Anthropologischen Gesellschaft in Wien. Diese Konferenz fand erstmals in Wien statt und vereinte nationale und internationale Expertinnen und Experten, die zu aktuellen Themen der Jäger- und Sammlergesellschaften arbeiten. Rund 400 Teilnehmer engagierten sich in Vorträgen, Panels und Diskussionen und genossen das umfangreiche Rahmenprogramm.

Der Hauptkoordinator dieser Konferenz war Mag. Khaled Hakami, der auch Ausschussmitglied der AG ist.

Nähere Informationen finden Sie hier.

 

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Die Anthropologische Gesellschaft war Co-Veranstalter und Mitsponsor folgender Großveranstaltung:  "21. Konferenz der New Zealand Studies Association (NZSA)" in Wien in der Zeit von 1. bis 4. Juli 2015 an der Universität Wien. Generalthema: "Empires and Cultures of the Pacific"

 

Die New Zealand Studies Association (NZSA) hielt ihre Jahrestagung, nach Stationen in Oslo (2014), Nijmegen (2013), Gdansk (2012), Frankfurt (2009), Florenz (2008), London (2007) und Paris (2006), im Jahr 2015 in Wien ab.
Keynotespeaker aus Australien, Neuseeland, den USA und Europa leiteten die Veranstaltung ein und gleiderten sie. Rund 90 Vortragende nahmen in zahlreichen Panels Stellung zu historischen und aktuellen Themen im Rahmen des Generalthemas. Detaildaten sind auf der Website der NZSA (http://www.nzsa.co.uk/conferences.htm) einsehbar. Die Anthropologische Gesellschaft in Wien war Co-Veranstalter dieser Tagung, zu der rund 150 internationale Gäste kamen.

 

 

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Mittwoch, 24. Juni 2015

 Walter Sauer (Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Wien)
In der Reihe "Stadtspaziergänge": "Das afrikanische Wien"
(17.00 Uhr).

Prof. Dr. Walter Sauer, Autor des kürzlich erschienen Buches „Expeditionen ins Afrikanische Österreich“, wird uns durch das „Afrikanische Wien“ geleiten und uns dabei mit „sehenswerten“, oft versteckten Spuren der Repräsentationen von Afrika oder von Afrikaner/innen im öffentlichen Raum vertraut machen. Dabei werden  überraschende, vielfältige Facetten österreichischer Geschichte und Gegenwart freigelegt. Die Etappen dieser „Reiseroute“ sind durch materielle Objekte wie Kirchen, Museen, Denkmäler aber auch Straßenschilder – also „tangible heritage“ in der Terminologie der UNESCO - definiert. An diesen Stationen spiegeln sich Geschichten über Sklaverei und Kolonialismus, Mission und Entwicklungszusammenarbeit, Solidarität und Integration wider.

 

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4. bis 7. Juni 2015

Frühsommerexkursion nach Südböhmen (gemeinsam mit der ÖGUF).

Programm:

4. Juni: Ceské Budejovice – Bergbaumuseum Rudolfov – Plav bei Kamenný Ùjezd – Doudleby – Holasovice
5. Juni: Trebon – Jindrichuv Hradec – Deštná – Cervená Lhota
6. Juni: Ceský Krumlov – Chvalšiny – Trísov – Mríc/Dívcí Kámen
7. Juni: Bechyne – Hvoždany – Tábor

 

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Eine traurige Nachricht: unser langjähriges AG-Mitglied HR i.R. Dr. Wilhelm Angeli ist am 18. Jänner im Alter von 91 Jahren verstorben.

 

 

Hofrat Dr. Wilhelm Angeli hat über viele Jahre die Aktivitäten der Anthropologischen Gesellschaft entscheidend mitgetragen und bereichert. Trotz seiner seit längerem bekannten Krankheit, ist sein Ableben für alle unerwartet, da er noch zahlreiche Pläne umsetzen wollte. Vor allem seine umfangreiche Publikationstätigkeit über einen beindruckend langen Zeitraum, u.a. in den Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien (MAGW), unterstreichen seine Bedeutung für die Fachwissenschaft. Hofrat Angeli war von 1967-1988 einundzwanzig Jahre lang Direktor der Prähistorischen Abteilung des Naturhistorischen Museums in Wien und trug während dieser Zeit entscheidend zur Fortentwicklung und zum Erfolg der Abteilung bei. Darüber hinaus agierte er eine Zeit lang als Vizepräsident der Anthropologischen Gesellschaft. Seine Forschungs- und Publikationsschwerpunkte lagen u.a. auf Wissenschaftstheorie und Methode. Zu seinem 90. Geburtstag erschien ein Sammelband, der wesentliche und programmatische Werke seines umfangreichen Oeuvres präsentierte.

Der gesamte Vorstand der Anthropologischen Gesellschaft in Wien ist tief betroffen und drückt allen Angehörigen des allseits beliebten und hochangesehenen Verstorbenen sein tiefstes Beileid aus. Wilhelm Angelis Leben und Werk wird unvergessen bleiben.

Das Begräbnis findet am 29. Jänner 2015 um 11.00 Uhr am Friedhof Neustift am Walde statt.

Zum Nachlesen: Festband zum 90. Geburtstag von Wilhelm Angeli!

 

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Rückschau:

Mittwoch, 22. April 2015

  Ausschussitzung (Beginn 17.00 Uhr) und Jahreshauptversammlung (Beginn 18.00 Uhr), im Kurssaal (!) des NHM, Eingang Burgring 7)

 Im Anschluß (19.00 Uhr) fand die Veranstaltung "im Gespräch" statt:

Brigitta Schmidt-Lauber und Matthias Beitl (Institut für Europäische Ethnologie, Uni Wien und Museum für Volkskunde, Wien)
"Möglichkeiten und Perspektiven einer Europäischen Ethnologie an Universität und Museum: Brigitta Schmidt-Lauber und Matthias Beitl im Gespräch"

 

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Mittwoch, 18. März 2015

 Peter Schmid (Evolutionary Studies Institute, Univ. of Witwatersrand, South Africa):
"Neues zum Ursprung der Gattung Homo"
(18.00 Uhr c.t., Achtung, Ort: Kinosaal des NHM!)

 

 

 

Mittwoch, 21. Jänner 2015, 18.00 Uhr c.t.

Vortrag von Dr. Alexandra Krenn-Leeb

 Hainburg/Teichtal - Ein exzellenter Fundplatz im Spannungsfeld "alter" Materialien und neuester Forschungen

 

Das Teichtal in Hainburg an der Donau zeichnet sich aufgrund seiner geographischen und topographischen Lage im Bereich der Hainburger Pforte aus und geriet schon in den 1920er Jahren in den Fokus der archäologischen Wissenschaft. Der spätere Direktor der Prähistorischen Abteilung des Naturhistorischen Museums Wien – Dr. Eduard Beninger – erkannte die Bedeutung von damals aufgefundenen Skelettresten als Bestattungen der Frühbronzezeit und räumte ihnen aufgrund der qualitätsvollen Trachtbestandteile und Beigaben einen besonderen Stellenwert bei. Er setzte umgehend Rettungsgrabungen an und barg letztendlich bis 1939 254 Gräber der sog. Wieselburg-Kultur. Aufgrund der Kriegsereignisse konnten die Grabungen nicht fortgesetzt werden. Rettungsgrabungen des Bundesdenkmalamtes in den Jahren 1981−1989 erhöhten die Gräberanzahl auf 310. Auch wurden bereits deutliche Spuren einer frühneolithischen Siedlung dokumentiert, die schließlich im Zuge der jüngsten Ausgrabungen 2008–2011 ausgiebig untersucht wurden. Der Vortrag wird einen Überblick über die Forschungsgeschichte und über ausgewählte Ergebnisse der umfangreichen wissenschaftlichen Bearbeitung im Rahmen eines langjährigen Forschungsvorhabens geben.

Frau Prof. Dr. Krenn-Leeb vom Institut für Urgeschichte und Historische Archäologie der Universität Wien beschäftigt sich u.a. mt Identität, Mobilität und Tradition im Spannungsfeld bronzezeitlicher Populationen, mit Humanökologie der Kupferzeit, Umwelt- wirtschafts- landwirtschaftsarchäologische sowie soziokulturelle Parameter im Beziehungsgeflecht Mensch und Umwelt, sowie Deponierungen im Kontext von Raum und Zeit. Sie hat zu den genannten Themen sowie darüber hinaus umfangreich publiziert.

 

 Der Ort für die Vorträge ist, wenn nicht gesondert angegeben, der Kurssaal des NHM, Eingang Burgring 7, 1010 Wien

 

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 Vorankündigung: Der nächste Band der Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, der im Dezember 2015 erscheinen wird (MAGW 145, 2015), widmet sich dem Schwerpunktthema „Symbole und Rituale“.


Symbole und Rituale sind etwas zutiefst Menschliches, eine Universalia humana, mit der wir unserem Dasein Bedeutung verleihen. Wir ordnen und rhythmisieren mit Ritualen den Tages- und Jahrsablauf, sowie die einzelnen Lebensabschnitte.
Symbole finden sich überall – ob nun bewusst wahrgenommen und als metaphorische Ebene integriert oder als unbewusste, alt tradierte Motivik. Symbole zieren viele Gegenstände, mit denen wir täglich hantieren, sie fließen überall mit in unsere Umgebung ein, sei es bei Haus- oder Gartengestaltung, oder selbst in modernsten Bereichen. Transzendenz, Sinnsuche und Spiritualität sind menschliche Grundbedürfnisse, die sich in vielerlei Religionen und Kulte äußern.
Dieser Themenkomplex wird im Sinne der Anthropologischen Gesellschaft mit Beiträgen aus Archäologie, Anthropologie, Volks- und Völkerkunde untersucht. Die Herangehensweise an das Thema wird fachimmanent von einzelnen Objekten oder Objektgruppen ausgehen, aber auch von Schriftquellen oder ethnografischen Beobachtungen. Interdisziplinäre Überlegungen werden dabei ebenso berücksichtigt wie theoretische Fragestellungen zu Bedeutungsinhalten.

Bei Interesse, einen Beitrag beizusteuern, kann ein kurzes Abstract mit (vorläufigen) Titel an die Schriftleiterin und Reihenherausgeberin Dr. Karina Grömer gesandt werden. Bei grundsätzlicher Zusage durchlaufen die einlangenden Beiträge ein peer review-Verfahren. Die Beiträge müssen bis spätestens 30. Juni 2015 in der Redaktion der MAGW einlangen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


 

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Neu seit 2014: Advisory Board für die Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft (MAGW)

 

Im Jahr 2014 gelangte erstmals das neu konstituierte Advisory Board zum Einsatz, welches sich aus internationalen Expertinnen und Experten aller in der Anthropologischen Gesellschaft vertretenen Fachdisziplinen zusammensetzt. Diese Einrichtung dient dazu, von der Expertise der im Board vertretenen Personen zu profitieren und damit die Qualität der MAGW-Bände auch weiterhin sicherzustellen und soagr noch auszubauen. Wir bedanken uns bei allen, die bereit waren, sich in das Advisory Board nominieren zu lassen und sich dort aktiv einzubringen, insbesondere beim peer review Prozess im Zuge der Auswahl und Bearbeitung der Beiträge für die jeweiligen themenzentrierten MAGW-Bände.

 

Im Board befinden sich mit Stichtag 1. Januar 2015 folgende Personen:

 

  • James Bade, University of Auckland, Neuseeland
  • Ines Balzer, Keltenmuseum Glauberg, Deutschland
  • Ian Conrich, University of South Australia, Adelaide, Australien
  • Manfred Hochmeister, Medizinische Universität Wien, Österreich
  • Verena Keck, Universität Frankfurt/Main, Deutschland
  • Inna Mateiciucová, Masaryk Universität, Brünn, Tschechische Rpeublik
  • Traude Müllauer-Seichter, Universidad Nacional de Educ. a Dist., Madrid, Spanien
  • Marie-Louise Nosch, University of Copenhagen, Dänemark
  • Andrew Robson, University of Wisconsin, Oshkosh, USA
  • Borut Telban, Slovene Academy of Science, Ljubljana, Slowenien
  • Paul Turnbull, University of Tasmania, Launceston, Australien
  • Ursula Wittwer-Backofen, Universität Freiburg/Br., Deutschland

 

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Bände 141, 142, 143 und 144 der "Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien"

Preis für den Band 144:

22,00 Euro + zuzügl. Versandkosten (4,50 Euro Inland) (für Mitglieder)
44,00 Euro + zuzügl. Versandkosten (4,50 Euro Inland) (für Nicht-Mitglieder)

Preis für den Band 143:

20,00 Euro + zuzügl. Versandkosten (4,50 Euro Inland) (für Mitglieder)
40,00 Euro + zuzügl. Versandkosten (4,50 Euro Inland) (für Nicht-Mitglieder)

Preis für den Band 142:

19,50 Euro + zuzügl. Versandkosten (4,50 Euro Inland) (für Mitglieder)
39,00 Euro + zuzügl. Versandkosten (4,50 Euro Inland) (für Nicht-Mitglieder)

Preis für den Band 141:

19,50 Euro + zuzügl. Versandkosten (4,50 Euro Inland) (für Mitglieder)
39,00 Euro + zuzügl. Versandkosten (4,50 Euro Inland) (für Nicht-Mitglieder)

 

Bestellung:

Bestellung durch Einzahlung des Betrages inkl. Versandkosten auf unser Konto bei der Bank Austria
BA-CA 0943-41187/00;  BLZ 11000;  BIC: BKAUATWW;  IBAN: AT79 1100 0094 3411 8700

Bitte unbedingt den jeweiligen genauen Verwendungszweck angeben: z.B. "MAGW 142" od. "MAGW 143"!

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Willkommen auf der Website der Anthropologischen Gesellschaft in Wien

 

Im Zuge der Neuausrichtung der Anthropologischen Gesellschaft in Wien im Sinne einer besseren Sichtbarkeit sowie der Erhöhung von Serviceleistungen für Mitglieder und Interessierte, wurde auch die Homepage der AG einer Überarbeitung unterzogen. In Hinkunft werden alle Ankündigungen von Veranstaltungen und Aktivitäten der Gesellschaft über diese neugestaltete Website veröffentlicht. 

An dieser Stelle sei dem langjährigen Vorstandsmitglied Dr. Angelika Heinrich nachdrücklich und herzlich gedankt. Sie hat nicht nur die erste Homepage der AG in der Anfangszeit des Internet gestaltet und damit schon früh die Sichtbarkeit der Gesellschaft auch über dieses damals neue Medium sicher gestellt, sondern als langjährige Schriftleiterin die Herausgabe der Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft (MAGW) in sehr erfolgreicher Weise bewerkstelligt. Der Vorstand dankt und freut sich gleichzeitig, dass mit Frau Dr. Karina Grömer für diese Tätigkeiten eine neue überaus engagierte und kompetente Mitarbeiterin gewonnen werden konnte. Die letzten drei Bände der MAGW, die bereits unter der Schriftleitung von Dr. Karina Grömer erschienen sind, spiegeln in ihrem veränderten Erscheinungsbild ebenfalls die Neuausrichtung der Gesellschaft wider.

Ein zentraler Gedanke bei der Neugestaltung der Homepage war es, vermehrt Inhalte kostenlos und online anzubieten. Ab sofort werden die Beiträge der Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien mit einem Abstand von zwei Jahren zu ihrer Printveröffentlichung hier online im Volltext abrufbar sein. Hinkünftig werden Autorinnen und Autoren bereits bei der Einladung zur Abfassung von fachspezifischen Beiträgen auf diese Praxis hingewiesen. Darüber hinaus wird es weitere Inhalte online einsehbar geben: Der Festband zum 90. Geburtstag von Wilhelm Angeli (siehe rechte Spalte) ist ein gutes Beispiel dafür. Alle Beiträge dieses Festbandes sind kostenlos online abrufbar.

Die Anthropologische Gesellschaft, die von ihren Mitgliedern immer schon kurz "AG" genannt wurde, hat diesen Umstand aufgegriffen und daraus auch ein neues Logo gestaltet, welches schlicht aus den Buchstaben "A" und "G" besteht und sich durch dieses minimalistische Erscheinungsbild auszeichnen soll. Im Sinne einer stringenten Corporate Identity (CI) wird ab sofort dieses Logo bei allen öffentlichen Aktivitäten wie Veranstaltungen und Publikationen Verwendung finden.

Wir laden alle Interessierten ein, die Anthropologische Gesellschaft, die seit ihrer Gründung im Jahr 1870 eine Plattform für die intensive und interdisziplinäre Zusammenarbeit der Disziplinen Archäologie, Ur- und Frühgeschichte, Völkerkunde (Ethnologie, Kultur- und Sozialanthropologie) und Volkskunde (europäische Ethnologie) war und ist, zu besuchen und sich aktiv zu beteiligen. Die AG bildet die einzige vergleichbare Plattform dieser Art in Österreich, bei der die genannten Fachdisziplinen eng kooperieren und diese zu einem fruchtbaren Wissensaustausch beiträgt.

Mitglieder erhalten nicht nur alle Publikationen zu einem ermäßigten Preis, sondern haben auch bei Veranstaltungen, Exkursionen und sonstigen Aktivitäten der AG einen privilegierten Status. Die nun schon über 140-jährige Geschichte der Gesellschaft ist nicht nur wissenschaftsgeschichtlich von Bedeutung, sondern bestätigt die Fähigkeit der Gesellschaft, sich rezenten, aktuellen Forschungsinitiativen und innovativen Forschungsinhalten aufgeschlossen zu zeigen. Die regelmäßig stattfindenden Fachvorträge international renommierter ExpertInnen illustrieren dies in geeigneter Weise.

Im Namen des gesamten Vorstands der AG lade ich Sie herzlich ein, sich ein Bild von der "neuen" AG zu machen.

Hermann Mückler

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Sommerklausur des Vorstands der Anthropologischen Gesellschaft 2013 in Wien

Der Vorstand der AG bei der Sommerklausur.

Programmplanung für das kommende Jahr und längerfristige Projekte sowie Fragen zum neuen Erscheinungsbild der AG standen im Vordergrund der Sommerklausur 2013, an der alle Vorstandsmitglieder teilnahmen. Im Bild sichtbar von links nach rechts: Hermann Mückler, Herbert Kritscher, Anton Kern, Marie-France Chevron, Fritz Eckart Barth und Maria Teschler-Nicola. Nicht anwesend, weil forschungsmäßig verhindert, war Karina Grömer. Das Foto wurde von Rafaela Mückler-Liendl aufgenommen. Neben den Verwaltungsaufgaben und inhaltlichen Punkten, die diskutiert und entschieden wurden, kam auch das Kulinarische nicht zu kurz...

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Weitere aktuelle Publikationen von der AG

 

Prähistorische Forschungen Heft 9 (2013)

Als erste Online-Publikation der Anthropologischen Gesellschaft erschien dieses Jahr: Prähistorische Forschungen Heft 9 (2013)

Festband Wilhelm Angeli zum 90. Geburtstag - Gesammelte Beiträge aus seinem Lebenswerk mit Schwerpunkt auf Wissenschaftstheorie und Methode, 373 S., 270 x 190mm

Nur Online verfügbar!
Gratis-Download unter: 
http://www.nhm-wien.ac.at/verlag/online_publikationen

 

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Vorankündigung:

Im Jahr 2020 feiert die Anthropologische Gesellschaft in Wien ihr 150-jähriges Bestandsjubiläum. 1870 gegründet, zählt die Gesellschaft zu den ältesten und renomiertesten Wissenschafts-Gesellschaften Österreichs und hat seit Anbeginn ihren Sitz im Naturhistorischen Museum in Wien. Zu diesem feierlichen Jubiläum wird es eine Jubiläumsausgabe der Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien (MAGW) geben sowie ein eintägiges Symposium, welches sich sowohl wissenschaftsgeschichtlichen, als auch aktuellen Fragestellungen aus den Fächern Ethnologie, Archäologie, Ur- und Frühgeschichte sowie verwandter Fachdisziplinen widmen wird.

Der Vorstand der Anthropologischen Gesellschaft lädt herzlich dazu ein, sich selbst und entsprechende Ideen einzubringen, um dieses runde Jubiläum zu einer Festveranstaltung zu machen, aber auch, um inhaltlich eine Positionsfeststellung zu ermöglichen, wo die Anthropologische Gesellschaft in Wien heute steht und welche Wege zukünftig beschritten werden sollen.

 

 

Festband zum 90. Geburtstag von Wilhelm Angeli
Gesammelte Beiträge aus seinem Lebenswerk mit Schwerpunkt Wissenschaftstheorie und Methode

Dieser Band ist online im Volltext einsehbar.

 

 

Aktueller Buchtipp zur Geschichte der Anthropologischen Gesellschaft in Wien:

 

 

Berichterstattung zur AG in der Wochenendbeilage der "Krone" am 8. März 2015

 

In der Wochenend-Beilage des österreichischen Printmediums "Kronen-Zeitung" vom 8. März 2015 ist auf Seite 56 in der Kolumne des Ethnologen und Soziologen Univ.Prof. Dr. Roland Girtler mit dem Titel "Girtlers Streifzüge" ein Beitrag zur Anthropologischen Gesellschaft in Wien erschienen. Unter dem Titel "Helios und die Gesellschaft der Anthropologen" wurde auf die Geschichte der Anthropologischen Gesellschaft von ihrem ersten Präsidenten Karl v. Rokitansky über Rudolf Pöch bis zur Gegenwart eingegangen, eine Gesellscahft, die in wenigen Jahren ihr 150-jähriges Bestandsjubiläum feiert.